Archiv für die Kategorie „was sonst noch passierte“

Dümmer geht nimmer…

Samstag, 27. Oktober 2012

…oder was soll man dazu sagen, was mir Heute passiert ist:

Beim Aufräumen rund um Haus und Garten sehe ich, wie eine Frau ihren Wagen an der Ecke Am Herrenwingert / Lukasgasse direkt im Kurvenbereich (neben der Skulptur von Prof. Kienlin) parkt. Und zwar so, dass ein großer PKW oder ein LKW nicht mehr um die Ecke kommt.
Etwa 10 min später, ich schwatzte an der Ecke gerade mit Bekannten, kam die Frau zurück vom Einkauf aus dem EDEKA.
Ich konnte mir die freundlich ausgesprochene Bemerkung nicht verkneifen, dass ich von ihr jetzt etwa 20 Euro Ordnungsgeld verlangen würde, weil sie ihr Fahrzeug im Kurvenbereich geparkt hätte.
(Da ich weder beim Ordnungsamt noch bei der Polizei tätig bin, kriege ich natürlich nichts.)

Und das waren ihre Argumente, die sie in einem immer schärfer werdenden Ton von sich gab:
“Wenn Sie nicht ihr Auto auf dem Parkplatz (vor dem Friseur) geparkt hätten, dann hätte ich da hin fahren können und wäre nicht gezwungen gewesen, hier auf dem Fußweg zu parken.”
Ja, dann hätte vielleicht jemand Anderes da gestanden und außerdem waren die beiden anderen Parkplätze frei, als sie hier ankam.

Auf die Frage, warum sie denn nicht auf dem großen Parkplatz vor dem EDEKA parken würde, meinte sie, sie hätte den Parkplatz nicht gesehen.
Na so was, sie kennt den Eingang vom EDEKA, den direkt gegenüber liegenden Parkplatz in Ortsmitte aber nicht?

Außerdem sagte sie “Sie können doch froh sein, dass ich hier in der Kurve stehe und nicht die beiden Privatparkplätze zugeparkt habe”.
Ja, da hat sie absolut Recht… Meine nahezu grenzenlose Dankbarkeit wird ihr wohl ewig hinterherschleichen, aber sie leider nie erreichen.

Und sie fragte mich, warum ich denn mein Auto nicht auf einem der beiden privaten Parkplätze abstellen würde.
Ja eben darum.
Einen Privatparkplatz nutzt die Eigentümerin und der andere ist vermietet. Außerdem würde mein Auto ca. einen Meter auf dem Fußweg stehen, da es etwas länger als ein Golf ist…

Mittlerweile wurde mir die Diskussion einfach zu blöd und ich äußerte abschließend die Hoffnung, dass sie es vielleicht doch noch lernen würde, wenn sie irgendwann mal einen Führerschein macht.

Dümmer geht nimmer oder kann man das noch toppen?

Vielleicht lag es ja auch einfach am zunehmenden Mond: Morgen ist Vollmond…

Die lieben Nachbarn…

Montag, 10. September 2012

So manchmal passieren Dinge, die können wir uns einfach nicht erklären:

Wir wollen in den Urlaub, stellen die Fahrräder raus, holen die Klamotten, wollen alles ins/ans Auto packen und stellen fest, an einem Fahrrad ist die Luft aus dem Reifen und das Ventil locker. Wie wohl so was plötzlich passiert?

Wir gehen in den Müllraum und stellen fest, dass die Müllbeutel nicht in die Tonnen geworfen, sondern draufgelegt werden. Wieso kriegt das so Manche(r) einfach nicht geregelt?

Oft stehen dort auch gelbe Säcke mit Dingen aus der Damenhygiene neben den Mülltonnen. Wandern diese Dinge später etwa erst mal auf den Bändern der Recycling-Anlage statt gleich im Restmüll?

Wieso spült eigentlich Jemand seinen Putzlappen in unserer Regentonne – haben die Leute etwa keinen Wasserhahn in der Wohnung?

Neulich haben wir unser “Outdoor”-Katzenklo aus dem Garten vermisst. Stunden später kommt Jemand wieder damit an. Sie hatte es mal eben “ausgeliehen” (damit UNSERE Katze in IHREM Haus ein Klo hat). Oder heißt es besser entwendet (der Benutzung entzogen)?

So Manchen stört es, wenn die Nachbarn bei Sonnenschein ihre Wäsche auf der Gemeinschaftsfläche trocknen. Warum hängen diese Leute dann ihre eigene Wäsche dort auf?

Wie soll man ein solches Verhalten bezeichnen? Wir nennen es unsozial (asozial).

Anmerkung:
“Umgangssprachlich wird die Attributierung asozial auch für Situationen und Dinge eingesetzt, die in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes schlicht ?unsinnig? sind.” (Quelle: Wikipedia)

Naja, so ist das wohl: es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt.

es ist ein auf ewig blaues Schaf mit Sonnenhut

Junggesellenfest und Kirmes in Alfter

Sonntag, 29. Juli 2012

An solchen Tagen geht es ja immer heiß und vor allem LAUT her.
Damit wenigstens wir ruhig schlafen können, wandern wir schon mal aus. Das letzte Mal haben wir auf dem Parkplatz vom “Herrenhaus Buchholz” Asyl gesucht und diesmal haben wir am Freitag auf “Susannes Sunshine Ranch” übernachtet.

Susannes Sunshine Ranch

Irgendwas musste passiert sein, jedenfalls war es am Samstag und Sonntag nicht so laut wie sonst und wir konnten daheim schlafen.

Tempo 100 Plakette für Anhänger

Dienstag, 3. Juli 2012

Warum sollen wir mit dem WCCMCC eigentlich nur max. 80 km/h fahren dürfen, wenn wir den Anhänger dabei haben?

Also habe ich mich mal informiert und festgestellt, es geht mehr: unser 12 Jahre alter, ungebremster, einfacher HP 6070 mit Plane von STEMA hat ein max. zul. Gesamtgewicht von 700 kg. Dividiert durch den Faktor 0,3 müsste das Zugfahrzeug ein Leergewicht von mind. 2334 kg haben. Das hat es mit 2940 kg und ABS dazu. Also weiter recherchiert und bestellt:

Die beiden neuen Reifen 155/80 R13 79 T Enduro 726 von Runway kosteten inkl. Versand zum Montierbetrieb 62 Euro. Dort bin ich für die Montage und Altreifenentsorgung noch mal 17,90 Euro nach anderthalb (!) Stunden Wartezeit losgeworden.
Die DEKRA wollte nach Prüfung der Sachlage für die entsprechende Bestätigung 47 Euro und das Strassenverkehrsamt nahm für den bereits gesiegelten Aufkleber und den Eintrag in den Fahrzeugschein (nur) noch 11,40 Euro.

Für knapp 140 Euro in der Summe darf ich also mit dem “Gespann” auf Deutschlands Autobahnen und Fernstrassen max. 100 km/h fahren. Im Dezember 2016 wären dann neue Reifen fällig, denn die dürfen max. 6 Jahre alt sein oder ich fahre ab dann wieder nur 80…

Frechheit siegt?

Dienstag, 7. Februar 2012

Gestern war mal Kultur angesagt: “Das Phantom der Oper” in der Beethoven-Halle Bonn mit Deborah Sasson. Wir hatten die Karten schon vor über einem halben Jahr gekauft und freuten uns auf den Abend.
Doch als wir unsere Plätze auf Reihe 1 im Rang einnehmen wollten, waren die bereits besetzt. Na so was – wir waren verunsichert. Das Paar, was dort bereits saß, stammelte was von denen da unten, die hätten gesagt, dass ihre Plätze besetzt seien und dass sie nach oben gehen sollten.
Wir zeigten unsere Karten vor und der Mann meinte, er würde jetzt nicht mit uns diskutieren wollen.
Wozu auch? Wir haben die Karten für die Plätze. Nach etwas Murren von den Anderen und Groll im eigenen Bauch wurden dann unsere Plätze für uns frei – gerade rechtzeitig zum Beginn der Vorstellung.
Wenig später ließen sich dann auch die “Platzbesetzer” auf anderen, bis dahin frei gebliebenen Plätzen nieder und zogen im Laufe des Abends noch ein weiteres Mal um.
Das ist natürlich auch einen Möglichkeit: Karten für die billigsten Plätze kaufen, zur Vorstellung erscheinen und gucken, ob noch “bessere” (teurere) Plätze frei geblieben sind, auf denen man sich dann niederlassen kann.
Uns fällt dazu nur der mittelhochdeutsche Begriff “smorotzer” ein.

Ansonster war der Abend mit Claudia und Helmut toll. Es ist sicher nicht so ganz einfach, in die Beethovenhalle Opernatmosphäre zu zaubern, aber das (kleine) Orchester und die allesamt “verkabelten” Künstler brachten einen gewaltigen Auftritt dar.

Ganz zum Schluß noch mal Gänsehaut pur: Deborah Sasson als “Carmen”

Epper hatte das mal gezeichnet: “Mann, hat die Koloraturen!”
Und wir haben auf die Stimme geachtet. 😉

Räucherofen

Samstag, 21. Januar 2012

Vor 35…40 Jahren hatte Opa Dieter einen Camping-Räucherofen gekauft und ab und zu mal was geräuchert.
Beim vorletzten Besuch in Dessau haben wir einen Rest davon im Garten entdeckt und beim letzten Besuch mitgenommen.
Um den Räucherofen wieder zum Leben zu erwecken, wurde ein Blechrohr, ein passender Deckel und ein Thermometer besorgt und alles miteinander “verbastelt”.
Heute nun war es dann soweit: zwei frische Forellen wurden freitags im Fischwagen von David Bornschein gekauft und in Salzlake eingelegt. Gut abgetrocknet kamen die Viecher dann in ein Fisch-Grill-Gitter, wurden ca. 30 min. bei 90…100°C gegart und anschließend etwa eine Stunde lang bei 60…65°C geräuchert:
Räucherofen

Das Ergebnis: absolut lecker!
Wer hätte das gedacht…

Westfalen…

Dienstag, 11. Oktober 2011

Es gibt ja nichts, was es nicht gibt.
Und wenn es was nicht gibt, dann gibt es das auch bald.

So oder so ähnlich habe ich gedacht, als ich an der Tankstelle vorbei gefahren bin: Gestern habe ich hier noch Diesel zum Preis von 1,359 Euro pro Lister getankt und Heute sind wir um die gleiche Uhrzeit bei 1,389 Euro pro Liter. Doch das ist noch nicht alles: während ich so an der Ampel stehe, verändert sich die Anzeige auf 1,479 Euro pro Liter. Preisänderung von 12 Eurocent pro Liter innerhalb von 24 Stunden?

Da wundert man sich schon. Und zahlt.

An der Nordseeküste ….

Samstag, 1. Oktober 2011

Da spazieren Helmut und ich mit den beiden Hündchen vor ein paar Tagen an der Nordsee in der Nähe von Renesse bei Ebbe auf einer Sandbank entlang und sehen, wie zwei Leute mit Angeln beschäftigt sind.
Die Angler, ein älteres Ehepaar über 70, wie sich beim Näherkommen herausstellte, waren erfolgreich: eine Makrele war dran.
Also nix wie aus dem Wasser mit den Vieh, über den Sand gezerrt, geschnappt und zwei Mal mit dem Holz eins auf den Kopf. Dann den Haken aus dem Maul gerissen und rein mit dem Fisch in die Plastiktüte.

Als ich das sah und näher gekommen war, habe ich gefragt, warum der Fisch nicht durch gezielten Stich ins Herz waidgerecht getötet worden ist, um dem Tier weiteres Leiden zu ersparen.
Von der Frau wurde ich gefragt, wo denn das Herz des Fisches sei und außerdem hätte ihr Mann gesagt, dass man erst mal abwarten müsse mit dem Töten, falls noch etwas ist.
Da frage ich: Ja, was soll denn da wohl noch sein? Der Fisch ist zum Sterben, Braten und Verzehr verurteilt.

Die ältere Dame sagt mir, dass ein Nachbar von ihnen Angler sei und der habe gesagt, dass man dem Fisch so lange die Kiemen zuhalten müsse, bis er erstickt und damit tot sei.

Da fragte ich die Dame, wie sie sich denn fühlen würde, wenn ihr Jemand den Hals zuhält. Sie sagte: “Ich kann Sie ja mal würgen” und deutete eine entsprechende Bewegung mit den Händen an.

So weit kam es zum Glück nicht und so konnte ich die Beiden bitten, über ihr Verhalten nachzudenken und sich noch mal zu informieren.
Ich hoffe ja, dass man auch mit über 70 noch soweit lernfähig ist, um zu begreifen, dass es ein Unterschied ist, ob ein Lebewesen durch Stich ins Herz einen schnellen Tod hat, einen langsamen qualvollen Tod durch Ersticken oder vielleicht sogar mit kaputtem Maul (vom rausgerissenen Haken) und mit Krankheiten wegen beschädigter Schleimhaut (durch das Zerren durch den Sand) noch eine Weile dahinsiecht.

Als wir später mal durch Renesse liefen, wurde mir auch Manches klar: im Kaufhaus vor Ort gab es eine Meeresangel inklusive großer Meeresrolle und einer Spule voll Angelschnur zum Preis von nur 49 Euro bei einer Summe der Einzelpreise von über hundert Euro.
Jaaa, bei so einem Schnäppchen muss man einfach zuschlagen und wenn man einmal eine Angel hat, dann muss man auch angeln.
Und wenn der frisch gebackene (ahnungslose) Angler das Glück und ein Fisch das Pech hat, dann wird der gefangen, geschliffen, betäubt (wenigstens das), erstickt, gebraten und gefressen.

So ist es auf der Welt: fressen und gefressen werden.